Und lernen geduldig zu sein, mit der Idee und der Wolle und vorallem mit sich selbst. Irgendwo anfangen, mit Kreisen und Farben und der Unsicherheit, ob das so wird, wie man sich das vorgestellt hat. Die Farben hinterfragen, den ersten Versuch verwerfen, reduzieren und nochmal von vorne anfangen. Mit kleinen gelben Kreisen, die Masche für Masche, Runde für Runde wachsen. Anfangen die Teile zusammenzufügen, zählen, messen. Sich über die Fortschritte freuen und anfangen mühsam die losen Fäden zu vernähen – bis man doch lieber wieder neue Kreise häkelt, im Auto, im Zug, auf dem Sofa.

Und im Sommer alles in Kisten packen und sich beim Auspacken der Decke freuen und wundern zugleich. Kiste für Kiste nach der Wolle durchwühlen, bis irgendwann nur aufgeben und abwarten hilft. Bis man sie zufällig wieder findet und sich draußen so langsam der Herbst ankündigt. Irgendwo wieder einen Anfang finden, ausprobieren, Fehler machen, nachlesen, weil man plötzlich gar nicht mehr weiß, wie das ging, mit den Kreisen und den Runden… Und sich zwischendrin einkuscheln, weil sie dafür schon reicht und die Fäden nicht stören. Und sich vielleicht doch auch ein klein wenig auf den Winter freuen…

Danke an Rosa für die wunderbare Anleitung!

* Pacha Massive – For all good things we’ll have to wait